Beschichtung in der Lebensmittelindustrie: Warum Hygiene eine Frage der Oberfläche ist

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Lebensmittelindustrie

Eine Oberfläche kann sauber aussehen und trotzdem ein Problem haben.

In der Lebensmittelindustrie entscheidet nicht allein, wie hygienisch eine Oberfläche am ersten Tag ist. Entscheidend ist, was nach hundert, tausend oder noch mehr Reinigungszyklen von ihr übrig bleibt.

Aggressive Reinigungsmittel, Desinfektionschemikalien und mechanische Beanspruchung hinterlassen Spuren. Kunststoffe können verspröden, Oberflächen stumpf werden, Spannungsrisse entstehen und aus zunächst kleinen Kratzern werden mit der Zeit Strukturen, in denen sich Verunreinigungen wesentlich hartnäckiger halten können.

Wer nach einer geeigneten Beschichtung Lebensmittelindustrie sucht, sollte deshalb drei Eigenschaften nicht getrennt betrachten:

Chemikalienbeständigkeit, Kratzfestigkeit und leichte Reinigbarkeit.

Denn eine Oberfläche ist nur so gut wie der Zustand, in dem sie nach jahrelanger intensiver Nutzung noch ist.

Bakterien sind klein. Ein Kratzer ist für sie riesig.

Für das menschliche Auge kann ein feiner Kratzer kaum sichtbar sein. Im Größenmaßstab von Mikroorganismen sieht dieselbe Oberfläche völlig anders aus.

Riefen, Defekte und angegriffene Bereiche vergrößern die reale Oberfläche und können die vollständige Entfernung von Rückständen erschweren. Das bedeutet nicht, dass jeder Kratzer automatisch einen Biofilm erzeugt. Biofilmbildung ist ein komplexer biologischer Vorgang und hängt von zahlreichen Faktoren ab.

Aber eines ist ziemlich einfach:

Was sich schlechter reinigen lässt, ist für einen hygienischen Produktionsprozess keine Verbesserung.

Kratzfestigkeit ist deshalb in der Lebensmittelindustrie nicht nur eine Frage der Optik. Sie trägt dazu bei, die ursprüngliche Oberflächenqualität möglichst lange zu erhalten.

Eine Oberfläche darf nicht bestimmen, womit sie gereinigt werden darf

Der zweite Gegner kommt ausgerechnet aus der Flasche, die für Sauberkeit sorgen soll.

Industrielle Lebensmittelproduktion verlangt intensive Reinigungs- und Desinfektionsprozesse. Dabei können je nach Verfahren sehr unterschiedliche chemische Belastungen auftreten.

Für eine beschichtete Oberfläche entsteht daraus eine paradoxe Anforderung:

Die Chemie, die den Produktionsbereich hygienisch halten soll, darf nicht gleichzeitig seine Oberflächen zerstören.

Gerade bei einer Beschichtung Lebensmittelindustrie wird die Beständigkeit gegenüber Reinigungs- und Desinfektionsmitteln deshalb zu einer entscheidenden Materialeigenschaft.

MULTI RESIST® wurde dabei nicht nur im eigenen Labor untersucht. Kunden von PCC ließen die Oberfläche unabhängig bei externen Laboratorien mit umfangreichen Programmen industriell eingesetzter Reinigungs- und Desinfektionsmittel prüfen.

Innerhalb der geprüften Medien zeigte MULTI RESIST® durchgängig Beständigkeit und war in entsprechenden Vergleichsuntersuchungen die einzige der getesteten Oberflächen, die das komplette Prüfprogramm bestand.

Das klingt zunächst weniger spektakulär als manches neue Schlagwort der Oberflächentechnik.

In einer Lebensmittelproduktion kann es allerdings wesentlich wertvoller sein.

Wenn aus wenigen Monaten plötzlich Jahre werden

Wie groß dieser Unterschied in der Praxis sein kann, zeigte sich beim Neubau der Produktion eines großen deutschen Lebensmittelherstellers.

Ein unscheinbares Bauteil bereitete dort ein typisches Problem: transparente Leuchtenabdeckungen aus Kunststoff.

Die intensive Reinigungschemie griff ungeschützte Kunststoffoberflächen so stark an, dass die Abdeckungen teilweise bereits nach wenigen Monaten versprödeten und schließlich zerfielen.

Die Lösung bestand nicht darin, immer wieder neue Abdeckungen einzubauen.

Die Kunststoffoberflächen wurden mit MULTI RESIST® geschützt.

Aus einer Lebensdauer von teilweise nur wenigen Monaten wurden dadurch mehrjährige Einsatzzeiten. Aufgrund der Erfahrungen wurde die Beschichtung schließlich umfangreich in der neu aufgebauten Produktion eingesetzt.

Wie wirtschaftlich eine Beschichtung Lebensmittelindustrie sein kann, entscheidet sich deshalb nicht allein am Preis pro Quadratmeter.

Entscheidend ist, wie häufig Bauteile ersetzt werden müssen, welche Stillstands- und Wartungskosten entstehen und wie lange eine Oberfläche ihre Funktion unter realen Produktionsbedingungen behält.

Easy-to-clean: Kein Zaubertrick, sondern Oberflächenchemie

„Selbstreinigend“ klingt hervorragend.

Eine Lebensmittelproduktion ist allerdings kein frisch gewachstes Autodach, auf dem Regentropfen dekorativ abperlen.

Fette, Proteine und andere Lebensmittelrückstände können längere Zeit auf Oberflächen verbleiben. Entscheidend ist deshalb weniger eine spektakuläre Selbstreinigung als eine möglichst gute Easy-to-clean-Eigenschaft.

Eine geschlossene Oberfläche mit geringer Anhaftungsneigung kann dazu beitragen, dass Verschmutzungen leichter entfernt werden können.

Und hier schließt sich der Kreis: Eine leicht zu reinigende Oberfläche nützt wenig, wenn sie nach kurzer Zeit zerkratzt oder von der eingesetzten Reinigungschemie angegriffen wird.

Easy-to-clean muss dauerhaft gedacht werden.

Nano? Brauchen wir dafür nicht.

Bei funktionalen Oberflächen fällt heute schnell das Wort Nanotechnologie.

Bei MULTI RESIST® beruht die Kombination aus Härte, chemischer Beständigkeit und geschlossener Oberfläche jedoch nicht auf zugesetzten Nanopartikeln.

Die Eigenschaften entstehen aus der Chemie des Beschichtungssystems selbst.

MULTI RESIST® basiert auf einem PMMA-Polyester-Hybridsystem, das während der Aushärtung eine hochvernetzte Struktur bildet. Diese Vernetzung ist ein wesentlicher Schlüssel für die hohe mechanische und chemische Widerstandsfähigkeit.

Es müssen also keine Nanopartikel zugesetzt werden, um diese Oberflächeneigenschaften zu erreichen.

Manchmal besteht die interessantere Materialwissenschaft nicht darin, neue Partikel hinzuzufügen.

Sondern darin, wie Moleküle miteinander verbunden werden.

Hygiene ist auch eine Frage der Alterung

Natürlich sind Reinigungsplan, Desinfektionsverfahren und konstruktive Hygienegestaltung entscheidend. Eine Beschichtung ersetzt nichts davon.

Sie kann aber dazu beitragen, dass eine Oberfläche die wiederkehrende mechanische und chemische Belastung möglichst lange übersteht.

Eine Oberfläche, die nach Jahren noch glatt, geschlossen und chemisch widerstandsfähig ist, bietet dafür andere Voraussetzungen als ein Material, dessen Oberfläche bereits nach wenigen Monaten angegriffen ist.

Und damit wird aus Oberflächentechnik auch eine Frage der Nachhaltigkeit.

Wenn Bauteile länger halten, müssen weniger Teile hergestellt, ausgetauscht und entsorgt werden. Wenn Verschmutzungen leichter zu entfernen sind, kann sich der Reinigungsaufwand reduzieren. Und wenn die notwendige Reinigungschemie die Oberfläche nicht ständig weiter schädigt, bleibt ihre Funktion länger erhalten.

Die beste Oberfläche ist die, über die niemand mehr nachdenken muss

In der Lebensmittelproduktion gibt es genug Dinge, um die man sich täglich kümmern muss.

Eine funktionierende Oberfläche sollte möglichst nicht dazugehören.

Eine leistungsfähige Beschichtung Lebensmittelindustrie sollte Reinigungschemie aushalten, mechanischer Beanspruchung widerstehen und sich gut reinigen lassen. Vor allem sollte sie diese Eigenschaften nicht nur bei der Abnahme einer neuen Produktionsanlage besitzen, sondern möglichst auch noch Jahre später.

Deshalb beginnt Hygiene nicht erst beim Reinigungsmittel.

Sie beginnt bei einer viel einfacheren Frage:

Was ist nach tausend Reinigungen noch von der Oberfläche übrig?

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